Auf die Gurke, fertig, los – 23. Spreewald Marathon 2025 in Straupitz eröffnet
13712 Sportlerinnen und Sportler waren im Spreewald dabei
23. Spreewaldmarathon 2025 – 13.712 Starter kämpften um die begehrten Gurkenmedaillen am Band in Gold, Silber, Bronze, Grün und erstmals in Blau im sorbischen Siedlungsgebiet.
Wandern zum Auftakt in Straupitz – der 23. Spreewaldmarathon war eröffnet
Straupitz. Pünktlich 18.30 Uhr wurde am Hafen in Straupitz der 23. Spreewald Marathon 2025 eröffnet. Bärbel Scherbatzki als gestandene Sportlehrerin und Vorturnerin verblüffte die Neulinge, alle machten mit und hatten großen Spaß bei der Erwärmung. Auf Schusters Rappen wurde gestartet. Vorbei am Storchennest war man schnell in der Natur, Bärbel entpuppte sich erneut als prächtige Heimatführerin. Die Überquerung der typischen hölzernen Spreewaldbrücken waren die ersten Höhepunkte in dieser schönen Naturlandschaft. Nach etwa 3 Kilometer hatte man eine Hütte im Wald erreicht, ein kleiner Imbiss bei dem Fettbemmen und Spreewälder Gurken nicht fehlen durften, natürlich auch Brause und Cola. Anschließend bestiegen die 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vier Spreewaldkähne. Somit konnte man auf dem Kahn in gemütlicher Runde die Natur beim Rückweg genießen und bei einem guten Tropfen aus der Flasche so manches Gespräch mit seinem Banknachbarn führen. Im Ziel erwarteten die Sportler ein mit Fackeln und großen Kerzen dekorierter Hafen in der beginnenden Dunkelheit, aber auch ein kleines Buffet mit verschiedenen Suppen und Getränken. Wenige Minuten später erhielt jeder Teilnehmer seine Medaille vom Spreewaldmarathon, die Grüne Gurke am Band und eine Urkunde – mit viel Applaus bedankten sich die Sportler bei den Organisatoren. Die „Sportstunde“ wurde mit einem dreifachen lauten Sport Frei, Sport Frei, Sport Frei, beendet.
Freitag in Lübbenau – beim Nachtlauf wurde erstmals die Blaue Gurke vergeben
Freitagvormittag waren in Lübbenau erneut Sportler auf Schusters Rappen unterwegs. Vom Markt der Spreewaldmetropole wanderten über 220 Athleten zum Gasthaus Wotschofska.
Freitagnachmittag schnürten die Jüngsten ihre Laufschuhe, 98 Kinder standen am Start zum Nachtlauf. Ohne Erwärmung geht nichts, also leitete Moderator Adi von „Mach mit, mach`s nach, mach`s besser“ die Erwärmung. Der Start war erfolgt, die Meute seppelte und als der Erste um die letzte Rechtskurve in Richtung Ziel angelaufen kam, da kochte die Stimmung. So eine prächtige Stimmung erlebt man selten, aber im Spreewald jedes Jahr. Muttis, Vatis, Omas und Opis, dazu zahlreiche Gäste feuerten die Kinder an. Hatten die Kinder ihren Spaß beim Sport, im Ziel gab es die grüne Gurke am Band – für manch ein Kind die erste Medaille, immer wieder wurde diese bestaunt.
Ab 20 Uhr füllte sich der Markt rasant – es wurde eng, viele der Sportler hatten ihre neuen Spreewald – Marathon – T-Shirts an. 2025 gab es diese in rot, blau und grün. 20.30 Uhr starteten beim Lübbenauer Nachtlauf 1261 Sportlerinnen und Sportler. Vorbei am Schloss, am KM 2 die neue hölzerne Spreewaldbrücke am Gastahaus Hecht in Lehde überquert. Für Neulinge in der Läuferkarawane eine völlig neue Erfahrung die Stufen der typischen Spreewaldbrücken zu bewältigen. Tolle Lichteffekte und allerlei musikalische Einlagen, beim Dudelsackspieler blieben einige sogar stehen, knipsten einige Bilder und lauschten den Klängen. Unterwegs tolle Stimmung, Einheimische sorgten zusätzlich für Musik und Spaß. Als dann die letzte Holzbrücke am Hafen gemeistert war, die Wasserfontäne der Feuerwehrleute für Ablenkung sorgte, die Meter durch den Schlosspark angefeuert von vielen Zuschauern und schließlich der Zieleinlauf von silbernen Fontänen gemeistert war, da durfte sich jeder als Sieger nach den gelaufenen, gewalkten oder gewanderten 5 Kilometern fühlen. Alle hatten sich ihre Medaille verdient, erstmals gab es eine blaue Gurke am Band. Erwachsene freuten sich wie Kinder, irgendwie hatte die blaue Gurke einen besonderen Wert für viele Sportler – Beutestück. Am Buffett, Getränkestand und bei Livemusik stand man noch lange zusammen. Adi war wie so oft gefragtes Fotomotiv – da sah man wieder ganz deutlich, wer vor Jahrzehnten Sonntagfrüh an der Flimmerkiste die Sendung mit den Staffelspielen und dem „Geher im Ruhestand“ verfolgte. Einige verkrümelten sich jedoch ganz schnell, das waren vorwiegend jene, die am kommenden Früh auf das Fahrrad steigen wollten.
Samstag stand traditionell im Zeichen der Radsportler und Skater
Einige hatten eine kurze Nacht, vor allem Helfer aus Weidners Stab. 5367 kleine, große und reife Radsportler standen gut gelaunt an den Startorten in Lübbenau und Burg zu den verschiedenen Startzeiten. Sage und schreibe 1742 Pedaleure über 200 KM wollten den langen Kanten meistern. Erinnern Sie sich an das schlechte Wetter im Vorjahr – 1 Grad über Null, Regen und starker Wind, es war eine Bewährungsprobe. Doch dieses Jahr hatte der Wettergott gute Laune und übertrug diese auf die Radler. Kurz vor dem Start wurde nochmals Luft aufgepumpt und so manche Schaltung justiert. Als dann die jeweiligen Pulks starteten, da war es eine Augenweide wie gut gelaunt und fröhlich die Frauen, Kinder und Männer im Sattel winkten. Hatten einige schon über 100 Km weg, da begannen Familien ihre Radtour mit dem Nachwuchs, einige mit Anhängern, darin die Kinder. Übrigens, der jüngste Teilnehmer war 2,5 Monate alt – der ganze Stolz der Großfamilie mit Mutti, Vati und sieben Kindern. Mutti verriet mir – zwinkerte, man braucht noch zwei Mädchen, sie meinte es ernst. Oh je, da braucht man viele Reserveschläuche. Nun können die emsigen Helfer nicht überall ihre Augen haben – einige starteten ohne Radhelm.
Zentrale Verpflegungsstelle Straupitz – 5367 Radsportler wurden beköstigt
Als ich Straupitz mit dem Auto erreichte, da waren bereits die ersten Radler schon an den Verpflegungsständen. Es ging noch ruhig zu, doch nach und nach trafen immer mehr Pedaleure ein. Schließlich kommen hier alle Radstrecken: 30 KM, 50 KM, 70 KM, 150 KM und 200 KM ans Buffett. 48 Helfer beköstigten die Sportler mit belegten Broten, Kuchen, Obst, Eis, Naschereien, kalten und warmen Getränken und natürlich der wärmenden und stärkenden Suppen aus den Feldküchen – wie im Vorjahr hatte man auch an all jene gedacht, die kein Fleisch essen. Viele der Sportler freuten sich auf die Spreewälder Hefeplinse. Seit 4 Uhr standen die fleißigen Bienchen an den Herdplatten und bereiteten die Köstlichkeiten für die Gäste vor. 2500 Hefeplinsen wurden zubereitet und ständig rangefahren, eigentlich sollten es 500 mehr sein, doch einer der bewährten Helfer war wenige Wochen zuvor verstorben, das Loch konnte man kurzfristig nicht stopfen. Sie sehen, mit den Helfern steht und fällt alles, ihnen gebührt ein großes Dankeschön. Da mag es schon unverschämt klingen, wenn ein Radsportler eine 2. Hefeplinse haben möchte, er die Antwort bekommt: …es wollen auch andere noch eine. Der Sportler antwortet, letztes Jahr habe ich 6 Plinsen gegessen – das ist schon unkameradschaftlich, ja sogar frech. Ansonsten kann man einschätzen, durchweg gut gelaunte und zufriedene Radler im Areal.
Wie im vorletzten Jahr nutzten viele der Sportlerinnen und Sportler den Hang am Hafen zum Sonnenbad. Mit einer lustigen Männertruppe aus Rostock hatte ich besonders viel Spaß, vor allem mit dem Dänen – als gebürtiger DDR-Bürger kenne ich Egon Olsen von der Olsenbande, die Chemie stimmte sofort. Das ich da mit einem Minister aus einer Staatsregierung so viel Spaß hatte beim Plaudern, das war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Immer mehr Radler trafen hinter der Schinkelkirche, an der Verpflegung, ein. Einige der Speichenschinder über 200 KM rammelten wie die Ochsen durch, es ging nicht um Sekunden oder Minuten bei der RTF – Sicherheit ist das oberste Gebot, denkt bitte im Jahr 2026 daran. Bitte etwas verhaltener an den Verpflegungsstationen fahren – RTF, nix EZF. Ganz nebenbei ertappte ich einige ohne Radhelm. Unabhängig von den Festlegungen des Veranstalters, es gilt Helmpflicht und da gibt es auch keine Ausreden oder Beleidigungen. Es geht bei einem möglichen Sturz, um Ihre Gesundheit.
Teilhabe am Leben für Menschen mit Behinderung
Sportler mit Behinderung sind bei vielen Bewerben im Spreewald bei unseren Wettkämpfen dabei. Manch einem sieht man es sofort an, wenn eine Hand oder ein Bein fehlt. Manche Sportler haben eine anerkannte Schwerbehinderung(en) die äußerlich nicht auffällig ist – glauben Sie mir, es ist nicht einfach, auch ich gehöre jenem Kreis an.
Von einem Tandem stieg vom hinteren Sattel eine Frau, die blind oder fast blind war, ab. Ich bemerkte es nicht gleich, aber den Hund mit der Kennzeichnung „Blindenhund“ hatte ich sofort erspäht. Dafür wird Jeder Verständnis haben, ansonsten müssen die vierbeinigen Gesellen seit 2 Jahren draußen bleiben (im vorletzten und letzten Jahr wurden Sportler und Helfer bei unseren Veranstaltungen gebissen).
Als ich mit zahlreichen guten Seelen, also den Helfern, an den Verpflegungsständen in Straupitz plauderte, kam rüber: … viele Sportler haben sich für die tolle Verpflegung und den Einsatz der Ehrenamtler bedankt, die Helfer hat das gefreut. So werden wohl die Gastgeber auch im Jahr 2026 auftischen.
Die Pedaleure auf dem langen Kanten, der 200 KM, hatten es noch 50 KM bis zum Ziel in Lübbenau, die meisten nahmen es locker und hatten ausreichend Sitzefleisch. Bis Burg waren es noch rund 10 KM, dass Ziel zum Greifen nah.
Pannendienst war durchgängig im Einsatz
Auch in diesem Jahr waren mehrere Helfer im Pannendienst im Einsatz und halfen so manchem Pedaleur aus der Patsche. Vor allem Platten beschäftigten Mechaniker Heinz und Kollegen.
Sanitätsdienst
Vorwiegend Pflaster kleben war die Aufgabe der Frauen und Männer vom Sanitätsdienst. Allerdings musste der Rettungsdienst mehrfach zum Einsatz kommen, für einige war damit die RTF vorbei – fahrt bitte vorausschauend, manchmal etwas langsamer.
Als Lohn die Gurkenmedaille im Ziel
In den Zielorten konnten sich die Radsportler entsprechend der gefahrenen Streckenlänge über ihre Gurkenmedaille in Gold, Silber, Bronze oder Grün freuen. Die würdevolle Überreichung erfolgte durch junge Frauen in ihrer typischen Spreewaldtracht. Die meisten füllten ihre Speicher dann sofort am reich gedeckten Zielbuffet auf – man hatte es sich verdient und nun alle Zeit der Welt. Da war auch so viel aufgetischt und die Schinderei schnell vergessen. Es wurde erzählt, gelacht und wie so oft wenn man in einer Gruppe auf dem Drahtesel unterwegs war, gemeinsam gegen den Wind im belgischen Kreisel gekämpft hatte sich dann untereinander bedankt, sich umarmt.
Samstag 17 Uhr starteten die Skater auf den großen Rollen über 42 Kilometer beim Skate-Marathon
Seit vielen Jahren ist die Bahnhofstraße in Burg von Hunderten Zuschauern zu den Bewerben der Skater dicht gesäumt. Wenn Moderator Adi die schnellen Hirsche ankündigt, da wird bei den Zuschauern getuschelt – hast du die Pechstein schon gesehen. Einige standen günstig und entdeckten Claudi, denn das eine Olympiasiegerin einen Bewerb der Skater über 42 KM startet kommt nicht alle Tage vor. 110 Athleten hatten sich angemeldet. Wettkampfleiter Achim Weidner die letzten Minuten im Führungsfahrzeug nochmals alle Pläne checkt, Streckenfreigabe erfolgt: Start – wen wundert`s da, dass Weltmeister Alexander Jose Bastidas Rodriguez aus Venezuela nichts dem Zufall überlässt und von Beginn an für hohes Tempo sorgt. An diesem Tag beste Bedingungen auf dem schnellen trockenen Asphalt im Spreewald. Extra für den Fotografen zeigten die jungen Frauen in ihren traditionellen Trachten einige Tanzeinlagen und präsentierten ihre Strumpfbänder – das machen sie jedes Jahr. Durchsage: Spitze 2 KM vor dem Ziel. Die Zuschauer sind gespannt, das Führungsfahrzeug kommt angebraust, kurze Zeit später überquert Alexander Jose Bastidas Rodriguez erneut als Sieger des Spreewaldmarathon im 42 Kilometer Skate-Marathon nach 01:03:53 Stunden die Ziellinie. 10 Sekunden hat er dem Zweitplatzierten Sören Lindner aufgedrückt, Platz drei geht an Lukas Drömer mit 12 Minuten Rückstand. Der Sieg bei den Frauen geht an Alina Kalisch in 01:19:23 Stunden vor Martina Menzel und Katrin Leschner.
24 Kilometer Skat Siege holen Hagemann und Pechstein
Hellwach musste man auf der Kurzdistanz über 24 KM am Start sein um nicht im Gewimmel der 161 Skater gleich seine Chancen auf das Podest zu verschlafen. Mit einem Affenzahn setzte sich die Spitze in Bewegung. Pechstein verlor am Start nach einigen Metern ihr rechtes orthopädisches Knieband – die Muskeln haben es beim kraftvollen Schlittschuhschritt regelrecht gesprengt. Mit großem Vorsprung rollte Sascha Hagemann nach 41:24 Minuten als Sieger über die Ziellinie. Frederic Menzel und Robert Wöllert-Wache erreichten nach 43:00 und 43:03 auf den Plätzen zwei und drei das Ziel. Vierter wurde Martin Wertgen in 43:04 – also eine enge Kiste. Dahinter kamen schon die schnellsten Frauen angeballert, Claudia Pechstein holte nach der langen Siegesserie auf der Langdistanz nun den Sieg über 24 KM in 43:08 Minuten. Eine knappe halbe Sekunde später wurde die Erfurterin Marie Schickler Zweite, dass Podest komplettierte Sophie Kämpfer in 43:10. Parallel waren auch Sportler auf dem Longboard und erstmals mit dem Tretroller unterwegs.
Bei den anschließenden Siegerehrungen wurden erstmals die Besten mit den neuen silberfarbenen Gurkenpokalen mit dem großen grünen Gurkenblatt, Blümchen und Sachpreisen geehrt. Dazu die Stimmung unterhalb der Bühne – auch konnte man die Cheerleader bei einem tollen Programm bestaunen, viel schöner geht es kaum.
Aller guten Dinge sind drei am Samstag – Nachtlauf Burg
Für die vielen Helfer ist es ein sehr langer Tag, aber wenn dann die Nachtläufer ihre Startunterlagen und T-Shirts im Org.-Zelt abgeholt haben, da können die fleißigen Bienchen in der Anmeldung durchatmen.
735 Läufer, Walker und Wanderer starteten 20.30 Uhr und nahmen die 5,0 KM unter ihre Sohlen. Einige liefen gegen die Uhr, eine Platzierung und Ehrung beim Bewerb gibt es nicht. Gemeinsam Sport mit Gleichgesinnten im Spreewald – plaudern beim Sport, auch mal einen Gang zurückschalten, Überquerung der typischen Holzbrücken über die Fließe und dazu die prächtigen Lichteffekte und Musik genießen. Das machte ein Großteil der Starter – wenn man dann im Ziel die grüne Gurkenmedaille überreicht bekam, da war es für die eine oder den einen die erste Medaille – man hatte 5 Kilometer geschafft und durfte zurecht stolz sein. Am Buffet gab es Getränke, Gurken und Knabberzeug bei Livemusik – einige waren aber schnell verschwunden, denn sie wollten Stunden später an den Läufen am Sonntag teilnehmen und brauchten Schlaf.
Sonntag – da gehören die Straßen im Spreewald den Läufern und Walkern
Baumaßnahmen an Spreewaldbrücken brachten dem Org.-Leiter Achim Weidner so manche schlaflose Nacht, er tüftelte und wie Sie erleben konnten, klappte alles wie am Schnürchen.
Erstmals wurden am letzten Wettkampftag zeitgleich 9 Uhr alle Starter im Lauf, Walken, Run & Bike und Wandern, gleichzeitig auf die verschieden langen Distanzen geschickt. Das war natürlich auch eine Fleißaufgabe für die vielen Versorgungspunkte an der Strecke und den Stand der Zielverpflegung. Manche werden sich gefragt haben, warum startet man so viele Sportler gleichzeitig? In den letzten Jahren haben es einige Sportler immer wieder vermasselt und sind nicht zu ihrem Start gestartet, sind mitunter 10 Minuten früher auf die Strecke gegangen. Schwerstarbeit für das Team der Zeitnehmer, Hunderte Zeiten mussten korrigiert werden und händisch in das Computerprogramm eingepflegt werden. Ein riesengroßer Arbeitsaufwand, aber vor allem das Problem das manchmal die Ergebnisse nicht stimmten und die verkehrten auf dem Podest zur Siegerehrung standen.
3297 Sportler starteten somit zeitgleich im Marathonlauf über 42,195 Kilometer – sowie Run & Bike, im Halbmarathon über 21,1 KM im Lauf und Walking und auf der 10 Kilometer langen Distanz im Lauf, Walking und Wandern. Abgegrenzt nach Startblöcken für die Elite und nach Disziplinen klappte alles problemlos. Mit hohem Tempo ab dem Startschuss trennte sich schnell die Spreu vom Weizen, also die schnellen „Rennpferde“ waren flott unterwegs. Hunderte Streckenwegweiser und Markierungen waren an -und aufgebracht, da konnte man sich einfach nicht verlaufen, dazu zahlreiche Ordner. Auf jeder Strecke gab es ein Führungsfahrrad.
Den 10 Kilometer Antenne Brandenburg-Lauf gewinnt Artur Becker
Auf der zehn Kilometer mussten zwei typische hölzerne Spreewaldbrücken überwunden werden. Somit lauerten etwa am KM 5 und 6,5 die Scharfrichter für die Läufer. Becker nutzte seine Möglichkeiten und brachte die nötigen Sekunden zwischen die Verfolger. Sieger Artur Becker (32:08 Minuten), Platz 2 an Sven Richter (32:12), Platz 3 für Stefan Hendtke (32:25). Das Frauenpodest ging an Daniela Rusch (44:06 – AK W45) – ein bekanntes Gesicht bei den Läufen im Spreewald und der Lausitz, Platz 2 an die knapp 30 Jahre jüngere Jocelyn Gühne (44:30) und Rang drei an Sina Staudigel (45:34). Insgesamt durften sich 758 Athleten im Ziel über ihre bronzene Gurkenmedaille freuen.
Bei den Walkern siegt über 10 Kilometer ein Weltmeister
Bei den Walkern wurde es diesmal im Feld der 236 Sportler verdammt schnell. Lokalmatador Sven-Torsten Böttcher stand diesmal im direkten Vergleich mit dem Weltmeister Rafael Ott. Saubere Schrittfolgen prägten den Bewerb, den Sieg sicherte sich Weltmeister Rafael Ott in 01:02:19 Stunden – der einst als Läufer die 5 KM in ausgezeichneten 15 Minuten abspulen konnte. Zweiter wurde Sven-Torsten Böttcher (1:03:51), Platz 3 ging an Frank Sonntag (01:06:38), Platz 4 für Dieter Gahut (1:11.14), Platz 5 für Frank Thomas (01:11:30). Dann kam bereits Sabine Rischow (1:11:55) als Siegerin bei den Frauen ins Ziel. Das Podest wurde komplettiert von Evelin Schmidt und Karin Rau. Wer diese schnellen Zeiten verinnerlicht, dem wird klar sein, Hunderte Läufer waren langsamer als die schnellsten Walker. Bei den Siegerehrungen wurden die Besten bis Platz 6 ausgezeichnet.
Musketier Lancelot Gentz gewinnt Halbmarathonlauf
Die 21,1 Kilometer in Laufschuhen gewann Lancelot Gentz in flotten 1:14:25 Stunden vor weiteren 1390 Läufern. Platz zwei belegte Keke Schulz (1:18:02), Rang drei sicherte sich Nils Keine (1:18:05). Bei den Frauen durfte sich Anne Stephan in der Laufzeit von 1:31:53 Stunden über den Siegerpokal freuen. Die einstige Europameisterin im Radsport, Madeleine Levy, sicherte sich in 1:31:59 Platz 2, der dritte Podestplatz ging an Maria Korn (1:35:21).
Michael Finschow siegt beim Halbmarathon-Walken
Ganz knapp wurde es im Ziel beim Walken auf der Halbmarathondistanz. Den Sieg erkämpfte sich Michael Finschow (2:30:15), kurz dahinter überquerte Hagen Bernard (2:30:16) als Zweiter die Ziellinie. Sabine Pagelow siegte in 2:31:17, Detlef Wisbar wurde dritter Mann in 2:31:17. Smilla Kuhnt und Nancy Lang komplettierten das Frauenpodest. Die langsameren der 98 Walker hatten es um die Mittagszeit dann schon mit der Hitze zu tun, dank der Verpflegungs -und Getränkestellen an der Strecke gab es keine Probleme.
42,195 Kilometer – den Sieg beim Marathon sicherten sich Melvin Evers und Jennifer Bieling
Wer einen klassischen Marathonlauf schafft kann stolz sein, aber wer den Lauf über die legendären 42,195 Kilometer gewinnt, ist Sieger und darf feiern – wenn er noch Kraft hat. Für den Führungsradler war es diesmal nicht so einfach auf dem Rad vornweg zu fahren. Läuferinnen mit Kopfhörern blockierten die Strecke – es gilt entsprechend der Wettkampfordnung des Deutschen Leichtathletik Verbandes ein Verbot von Kopfhörern aller Art im Wettkampf. Sieger im Marathonlauf wurde Melvin Evers in 2:46:17 Stunden. Den zweiten Platz sicherte sich der Australier William Pethick (2:50:48), der Straußberger Thomas Hantke schaffte erneut den Sprung auf das Podest, belegte diesmal Rang drei in 2:56:33. Als 174. lief nach 4:24:01 Stunden Jon Kare Askeland Olsen aus Norwegen, ein gebürtiger Südkoreaner, über die Ziellinie. Nach einer kurzen Erholungspause strahlte der Bursche wieder. Jon hatte ich letzten Sommer in Tallin (Estland) beim Marathon kennengelernt und für den Spreewald Marathon begeistert. Jon war von der Strecke an den Fließen und über die Holzbrücken regelrecht verzaubert, die lange Reise aus dem norwegischen Stavanger hatte sich für den Marathonläufer gelohnt.
Jennifer Bieling sicherte sich den Sieg in der Frauenwertung beim Marathonlauf in 3:16:53 Stunden. Lina Epperlein schaffte in 3:28:44 den Sprung auf das zweite Podest, Dritte wurde Nicole Nötzelmann in 3:31:51. Wer dachte die Spannung ist raus, der wurde einige Zeit später eines Besseren belehrt. Eine Marathonläuferin erreichte das Ziel und machte ihrem Freund einen Heiratsantrag – bewegende Momente und Stimmung pur.
Sieger in Run & Bike ballerten 2:19:42 Stunden
Solch eine schnelle Zeit haben wir noch nicht erlebt – Fabian Hagedorn und Tobias Barkschat waren in der Siegerzeit von 2:19:42 Stunden sehr schnell unterwegs und hatten zu den Verfolgern 15 Minuten Vorsprung.
Brüderpaar besteigt Podest über 5 Kilometer
Zwischenzeitlich wurde auch der Lauf über 5 Km ausgetragen. Souverän siegte Tobias Strauß (17:00 Minuten) vor Louis Hellmuth (17:34), Rang ging an Fabian Strauß (17:38). Lisa Winter (21:51) durfte sich über den Siegerpokal für die Frauen freuen. Mia Menke (21:59) wurde Zweite, Rang drei ging an Lisa Wurster (22:09).
Nachbesserung erforderlich – Männer kassierten Pokale über 2 Kilometer – Tessa Levy siegt
So war das nicht gedacht – die Pokale für die Plätze 1 und 2 im Bewerb über 2 Kilometer kassierten Männer. Louis Hellmuth (M30) und Benedikt Statt (M35) liefen vor Jannis Bramburger (M10/11) ins Ziel. Bei den kommenden Wettkämpfen wird es eine Nachbesserung geben, Männer und ältere Jugendliche werden da nicht mehr in die Wertung kommen. Der Sieg bei den Mädchen ging an Tessa Levy (W12/13), Platz 2 für Hannah Herde (W10/11), Drittplatzierte wurde Liara Scharntke (W12/13).
Paddler haben genügend Zeit um Gurkenmedaillen zu erkämpfen
Wussten Sie, dass man für das Paddeln oder Stand Up Paddling mehrere Monate Zeit hat um seine Tour auf den Spreewaldfließen über 42 KM, 21 KM, 10 KM oder 5 KM zu absolvieren. Am Bootshaus Leineweber unserem Kooperationspartner in Burg kann man sich ein Paddelboot ausleihen, wenn man für den Spreewald Marathon angemeldet ist bekommt man dazu eine spezielle Wasserwanderkarte, Stempelkarte und Verpflegungsmarken. Auch für Kinder unter 12 Jahren (auch wenn diese Schwimmen können) bekommt man eine Schwimmweste, denn diese ist für Kinder Pflicht. Man kann auch sein eigenes Boot nehmen. Geübte paddeln die 42 KM locker unter 7 Stunden. An dieser Stelle sei bemerkt, den Marathon kann man auch in zwei Etappen bewältigen – es ist die einfachste Art an die goldene Gurke zu kommen. Tag 1 von Burg über Lehde nach Lübbenau paddeln, dort übernachten, am Tag 2 von Lübbenau durch den Hochwald zurück nach Burg. Leichte Boote an den Schleusen Umtragen, das geht wesentlich schneller, aber viel wichtiger, es läuft nicht so viel Wasser weg. Bei 42 KM müssen 16 Schleusen gemeistert werden. Unterwegs kann man Nutria, Bieber, Eisvogel und wer viel Glück hat einen Seeadler oder Fischadler sehen. Im Ziel am Bootshaus Leineweber gibt man das Leihboot ab und hat nun alle Zeit der Welt den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Das Angebot an Speisen und Getränken ist weithin bekannt – selbstverständlich gibt es hier auch die Spreewälder Hefeplinse.
Wer die Woche des Spreewald Marathon durchplant, kann problemlos 8 Wettkämpfe stressfrei abspulen – die vier Kanubewerbe absolvieren und dann am Donnerstag in das Programm einsteigen und somit acht schwere Gurkenmedaillen erkämpfen.
In eigener Sache – Dankeschön für die gute Disziplin
Bei so einer Großveranstaltung wie dem Spreewald Marathon sind eine ausgeklügelte Planung, Ordnung und auch Disziplin aller Beteiligten notwendig. Die Planung ist der Part des Veranstalters, die beiden anderen Stichpunkte sollten durch die Sportler erfüllt werden. Der größere Teil der Wettkämpfer hat da sehr gut mitgearbeitet, war diszipliniert und viele, viele Athleten haben sich bei den rund 500 ehrenamtlichen Helfern für die schönen Wettkämpfe, tolle Organisation und reichhaltige Verpflegung bedankt. Leider gab es auch „Meckersäcke“ – Wettkampfverpflegung bedeutet nicht 3 Sterne Restaurant und schon gar nicht Kaffee -und Essenempfang für Familienangehörige oder Mitgereiste die keinen Sport machen. So kann es nicht gehen.
Toiletten
Die meisten von Euch kennen das Problem mit Toiletten vor dem Wettkampf. Kein Veranstalter kann mehr Dixis oder WC-Container in Größenordnungen ordern und bezahlen. Die Variante mit den Containern mit Wasser ist schon gut gelöst. Wir haben einen Helfer der sich während der Veranstaltung immer um genügend WC-Papier und die Reinigung der WC kümmert – trotzdem kann es passieren das die Rolle mal alle ist. Viele haben beim Sport ein Papierwickel dabei. Auch mit ihm habe ich in Vorbereitung dieses Berichtes gesprochen, es war erschreckend was er mir erzählte. Sechs Verstopfungen beseitigt, 3 …Schei…haufen beseitigt, andere Sauereien beseitigt. Das kann nicht sein.
Über das Hundeverbot sind nicht alle glücklich
Haben Sie dafür bitte Verständnis, es gibt Sportler die ängstlich vor Hunden sind, aber auch Ihr bester vierbeiniger Freund braucht keinen Stress in der großen Menschenansammlung, ihm muss nicht auf die Pfoten getreten werden oder auch Angst vor einem Walkingstock haben. Es war erschreckend/ beängstigend wie beim Frostwiesenlauf 2025 ein mittelgroßer Hund trotz Maulkorb von seiner Besitzerin kaum gebändigt werden konnte.
Helmpflicht
Bei allen Radsportbewerben (auch RTF) und Wettbewerben der Skater, Longboarder, Tretroller und Einrad gilt ausnahmslos Helmpflicht. Dies betrifft auch die Kinder auf dem Kindersattel/ Kindersitz und im Fahrradanhänger!
Den Anweisungen der Kampfrichter, Helfer und Streckenposten ist Folge zu leisten
Kopfhörer sind bei allen Wettkämpfen verboten
Zum einen regelt das Verbot von Kopfhörern die Wettkampfordnung Leichtathletik – praxisbezogen gibt es Probleme, wenn von hinten Läufer oder Führungsfahrzeuge überholen wollen, aber auch Rettungsfahrzeuge werden nicht gehört. Genießen und lauschen Sie den Geräuschen der Natur oder eines Sportfreundes der mit Ihnen gemeinsam die Kilometer bewältigt, vielleicht von einem schönen Läufchen erzählt. Manchmal ergeben sich so neue Sportfreundschaften.
Dankeschön an Anwohner und Gastgeberorte Burg, Lübbenau und Straupitz
Ein großes Dankeschön geht an alle Einwohner und Hotelgäste in den Wettkampforten für die geduldeten Straßensperrungen und Verkehrsbeeinträchtigungen. Ein Dank gilt den Verwaltungen der Gastgeberorte Burg, Lübbenau und Straupitz.
Hinter den Kulissen
Sonntagabend 19 Uhr waren alle Verpflegungsstände abgebaut und alles beräumt, die Gitterabsperrungen zurück gebaut, der große Sattelauflieger und mehrere Autoanhänger an der Schule beladen. Mehrere Anhänger wurden bereits am Sonntagabend umgesetzt. Am Montagfrüh war 9 Uhr Arbeitsbeginn, alles wurde am Materiallager entladen, es wurde begonnen alles zu säubern und für die kommenden Wettkämpfe einzulagern. Die Nacharbeiten werden noch mehrere Wochen benötigen. Somit kann es auch einige Zeit dauern bis alle Fotos eingestellt sind und alle Anfragen per E-Mail beantwortet sind.
Dankeschön an die 500 Helfer im Ehrenamt – strahlende Sportler haben sich persönlich bedankt
Viele, viele Sportler haben sich persönlich bei den Frauen und Männern im Ehrenamt für die toll organisierten Wettkämpfe und die ausgezeichnete Versorgung, aber auch die Pokale bedankt. Ob strahlende Gesichter oder persönliche Worte des Dankes, es war eine Wertschätzung die diese emsigen Arbeitsbienen verdienen.
Ein Dankeschön gilt allen Helfern der Hilfsorganisationen Johanniter und DRK, der Freiwilligen Feuerwehren, Polizei, den Trachtenmädels, den Sprechern, der Organisation von der Startnummernausgabe, Streckenposten, Zeitmessung, Urkundendruck, Verpflegungsständen und weiteren.
Diese Veranstaltung steht und fällt mit den Helfern, Ihr habt den Altersdurchschnitt gesehen. Wer Interesse hat oder selbst nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen kann, dem Sport aber verbunden bleiben möchte, der kann sich als Helfer betätigen. Je nach Qualifikation, Interesse und Zeit findet sich für Jedermann etwas. Habt keine Angst etwas verkehrt zu machen, bei uns hilft man sich untereinander.
Am Ende möchten sich die Organisatoren des Spreewald Marathon 2025 bei allen Sportlerinnen und Sportlern für die gezeigten Leistungen und die gute Disziplin bedanken.
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